Leadership und KI
Shownotes
Im Zentrum steht eine klare Unterscheidung: Management wird durch KI effizienter, strukturierter und in vielen Bereichen automatisierbar. Leadership bleibt zutiefst menschlich – weil Orientierung, Beziehung, Vertrauen und emotionale Klarheit nicht delegiert werden können.
Wir sprechen darüber, warum Kommunikation die Führungsaufgabe Nummer 1 bleibt, wie KI Unsicherheit und Angst verstärken kann und weshalb Selbstführung, Resilienz und der bewusste Umgang mit Angstmustern zu Schlüsselkompetenzen werden.
Außerdem geht es um ein neues Verständnis von Zielsetzung: weg von rein sachlich-metrischen KPIs, hin zu Visionen, die emotional verankert sind und Richtung geben. Statt starrer Zielerfüllung braucht es mehr Momentum, Reflexion und Kurskorrektur – ganz im Sinne des Compound-Effekts und der berühmten 1-Grad-Analogie.
Ein weiterer Fokus der Folge: KI als Reflexions- und Szenario-Tool. Sie kann helfen, Gedanken zu spiegeln, Ideen weiterzuentwickeln, Geschäftsmodelle zu testen und neue Narrative zu entwerfen. Gleichzeitig entstehen neue Führungsrealitäten: Menschen führen künftig nicht nur Teams, sondern auch KI-Agents. Viele Wissensarbeiter werden damit zu Micro-Führungskräften.
Zum Schluss geht es ganz praktisch um Struktur im Alltag: Warum Timeboxing, konzentrierte Arbeitsfenster und klare Arbeitsrhythmen Sicherheit geben und echte Wirksamkeit fördern.
In dieser Folge erfährst du:
warum KI Management stärker verändert als Leadership weshalb Führungskommunikation zur wichtigsten Zukunftskompetenz wird wie du mit Unsicherheit, Angst und Komplexität besser umgehen kannst warum Ziele emotional spürbar sein sollten – nicht nur messbar wie KI als Sparringspartner für Reflexion, Szenarien und neue Ideen dient warum neue Führungsrollen entstehen – bis hin zur Führung von KI-Agents wie Struktur, Timeboxing und Fokus echte Tiefe und Wirkung ermöglichen
Ausblick auf die nächste Folge: In der nächsten Episode sprechen wir über konkrete Leadership- und Management-Tools, die Zeit und Raum für echte Führung schaffen.
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Transkript anzeigen
00:00:15: Willkommen bei Sakotnik und Flucher. Champagner für die Seele, Klarheit für den Kopf. Wir verbinden kluge Gespräche mit Haltung, Esprit und echte Substanz.
00:00:25: Wir sprechen über Leadership und Selbstführung, über Freiheit und Macht, über Lebensfreude, Erfolg, Sinn und Tiefe und auch über die Frage, wie wir bewusst, wirksam und mit Leichtigkeit leben und führen können.
00:00:38: Ein Format für Menschen, die Klarheit suchen, Verantwortung leben und sich nach mehr Substanz im Gespräch sehnen. Sakotnik und Flucher für alle, die Tiefe lieben, groß denken und ganz Mensch bleiben wollen. Schön, dass du da bist. Sakotnik und Flucher. Da sind wir wieder Folge 2 und heute geht es um die Wie wird sich Führung durch KI verändern? Ausgelöst durch auf der einen Seite meinen Leadership Coffee, also Karolas Leadership Coffee, findet ihr auf LinkedIn jeden Dienstag und Donnerstag um 10. Er wird dann übrigens auch auf YouTube gesammelt, man kann auch auf meiner Homepage alle Folge anschauen. Aber: da geht es immer um Führungshacks. Und und was mich immer mehr beschäftigt, ist einfach die Frage, weil Coaches von mir stellen mir diese: Was glaubst du, wie weit bin ich als Führungskraft noch wichtig durch KI?
00:01:41: Absolut. Also da kann ich dir nur zustimmen. Auch ich habe immer wieder Führungskräfte bei mir und Menschen bei mir, die sich einfach die Frage stellen, was macht KI mit mir bzw. Gibt es meinen Job in zwei, drei Jahren überhaupt noch? Da sprechen wir jetzt nicht von fünf oder zehn Jahren, wie es früher der Fall war, sondern viele fragen sich einfach auch als Softwareentwickler zum Beispiel Gibt es mich in einem Jahr überhaupt? Denn die Frage Wie sieht das aus dann, wenn sozusagen die Codes von KI geschrieben werden, von einer Plattform dahinter, von Dingen, die uns einfach im Moment vielleicht noch gar nicht bewusst sind, was sich noch alles entwickeln könnte. Also wir wissen ja, dass es im Moment eine rasante Entwicklung in diesen Bereichen gibt und ich finde es auch recht spannend, dass zum Beispiel im Silicon Valley im Moment ja auch die Wette läuft, wer das erste EPU herausbringt, das auf KI Bots aufgebaut ist bzw. Auf KI Agents aufgebaut ist. Unicorn bedeutet, dass es eine Milliarde an der Börse dotiert ist, das Unternehmen, wo sozusagen Ein Personen Unternehmen, also eine Person leitet das Ganze unter Anführungszeichen und der Rest wird von KI gemacht und eine Milliarde eben sozusagen ist die Firma dann an der Börse wert.
00:02:50: Also unglaubliche Dinge, die da passieren können und die da gerade, wo wir gerade mittendrin sind und natürlich auch, dass KI Führung insofern verändert, dass wir noch mehr Führungskräfte brauchen werden, Dass es nicht nur darum geht, dass wir Führung so verstehen, wie wir es jetzt haben, sondern dass es auch darum gehen wird, dass wir KI Agents führen werden dürfen und die Frage uns stellen dürfen, wie wir die richtig sinnvoll und mit einer Kultur führen können, die wieder auf der anderen Seite für die Unternehmenskultur passend ist. Und dass ganz, ganz viele Menschen, die heute unter Anführungszeichen nur einen Bürojob machen, die sozusagen nur einen Nine to five Job machen im klassischen Sinne, um jetzt ein Klischee zu bedienen, was es nicht so oft gibt, ich weiß sozusagen auch zu Führungskräften werden, weil sie gewisse KI Agents und Dinge erledigen. Dürfen und diese Bereiche übernehmen werden und führen werden. Oder wie siehst du das, Paula?
00:03:50: Naja, für mich ist die Frage ja, ich nicke da die ganze Zeit und für mich war die Frage so relevant, das, was ich jetzt aus den Gesprächen rausgehört habe, so ganz stark einfach mal den Unterschied zu machen zwischen Management und Leadership. Also Management, da wird sich wahnsinnig viel verändern, weil manchmal ganz viel einfach, ja, also KI super in Muster erkennen, KI ist super im Auswerten. KI hat keine vorgefertigte Meinung. Das heißt, die sagen einfach, das bewährt sich, das bewährt sich nicht. Ich würde es gar nicht sagen, es zahlt sich aus und zahlt sich nicht aus, sondern es bewährt sich, es bewährt sich nicht. Was es aber noch kann, ist natürlich auch spiegeln bzw. Zurückreflektieren. Und das fanden eigentlich meine Kunden so spannend, weil sie auch angefangen haben, jetzt mal auszutesten, was kann KI für sie tun? Also welche Texte zu schreiben machen Sinn Und wir sind uns ganz Kommunikation ist und wird Leadership Aufgabe Nummer eins, weil durch Kommunikation Beziehung entsteht oder eben nicht. Und wenn ich jetzt meine Kommunikation, vor allem meine schriftliche Kommunikation durch KI mache, dann muss ich wissen, was ich tue, weil sonst stelle ich keine Verbindung, keine Beziehung her. Das geht sich nicht aus, solange ich mit Menschen arbeite, auch wichtig für die sozialen Medien und so weiter.
00:05:15: Was aber so ganz spannend ist dran ist, dass man eben nicht abschätzen kann, wo es hingeht und dass es plötzlich eine Entwicklung ist, die die nicht nur disruptiv ist, sondern die bedrohlich ist, also die einfach Angst macht, weil sie ungewiss ist. Also die ist nicht bedrohlich, weil sie gefährlich ist, sondern weil sie so ungewiss ist und das finde ich so spannend, weil damit etwas, was ich jetzt schon länger promote, immer sage, diese Selbstführung und der Umgang mit den eigenen Angstmustern ist so zentral für Führungskräfte und wird es noch zentraler. Ich sage immer, ich tu mir leicht, weil ich ein Leben hatte, das mich so herausgefordert hat, dass ich immer wieder vor kompletten disruptiven Situationen gestanden bin durch Krankheit. Bei mir war es hauptsächlich Krankheit, teilweise auch Jobs, die abgeschafft wurden, obwohl ich die erfolgreichste Abteilung geleitet habe. Da gab es Dinge, wo ich wirklich nicht wusste von heute auf morgen, was ich mit dem, was ich bis jetzt gelernt habe, morgen noch tun soll und was ich daraus gelernt habe. Das finde ich spannend und dann übergebe ich an dich, weil was ich so gelernt habe, war damals etwas, das ich einerseits aus der Theaterimprovisation kannte.
00:06:36: Sag ja zum ersten Angebot und sag ja und also leg dann deine eigene Idee dazu. Be fun to play with, also spiel gut mit, finde das Gute in dem Angebot und dann entdecke es in die Tiefe, also entwickle es sozusagen, darf größer werden, du darfst alle Aspekte beleuchten. Und dieser Weg ist der eigentliche Erfolg. Der darf dann schon münden in einem wirklichen Erfolg. Aber das wissen wir nicht. Der mündet wirklich nicht immer in Erfolg auf der einen Seite, weil, und das ist ja das Spannende, also auf der einen Seite mündet er nicht immer in Erfolg, auf der anderen Seite kann ich sagen, er mündet immer in Erfolg. Nicht in Erfolg mündet er deshalb nicht immer, weil wenn wir so ungeschickt sind, bei diesem ungewissen Weg ein Ziel zu definieren, das ich sachlich benennen kann, dann kann ich sagen, das ist, ob ich dieses Ding, diese Sache, diesen Betrag erreichen werde. Wenn ich aber sage, ich werde so viel gelernt haben, um etwas daraus zu machen, dass dann wieder für mich bereichernd ist, für dich und für die gesamte Welt bereichernd ist, dann kann ich sagen, es ist zu 100 Prozent immer ein Erfolg. Aber dafür muss man lesen können, welche Zeichen am Weg sind.
00:07:50: Und seither definiere ich, und das mache ich jetzt schon länger nicht erst seit KI, aber mit meinen Führungskräften definiere ich Ziele, die emotional verankert sind. Also ich mache Visionen, die nicht nur ein sachliches Ziel, ein messbares Ziel sind, sondern ich sage immer empfindungsmässig messbares Ziel. Also es muss sich positiv gut und
00:08:17: tief anfühlen, da bin ich voll und ganz bei dir. Also ich bin auch der Meinung, dass natürlich können wir nicht abschätzen, wohin KI uns führt bzw. Inwiefern es, wie stark es in unterschiedlichste Bereiche Eingriff nehmen wird und sie auch übernehmen wird. Davon bin ich auch überzeugt, dass es ganz, ganz viele Jobs, die auch ja, alles was weg sozusagen, was skaliert werden kann, wird skaliert werden. Davon können wir ausgehen. Und die Frage ist, wie können wir Menschen begleiten und wie können wir Menschen wachsen lassen? Also ich bin auch ein Fan davon, Ziele mit Emotion Division sozusagen mit einer emotionalen Ebene zusätzlich zu versehen. Und was ich sonst auch ganz gut finde, ist, wir können Zahlen nicht immer eins zu eins abliefern. Und so wie du sagst, wir können die Ziele auch nicht wirklich uns vorstellen, jetzt im klassischen Sinne, weil wir wahrscheinlich ganz andere Parameter und Rahmenbedingungen zu dem Zeitpunkt haben werden, wo wir vielleicht an dem Ziel ankommen könnten, unter Anführungszeichen, um im Konjunktiv zu bleiben, in der Möglichkeitsform. Und deshalb finde ich es enorm wichtig, dass wir sozusagen uns nachschauen, nicht darum, ob die Zahl jetzt im Endeffekt stimmt, sondern ob wir ein gewisses Momentum aufbauen können, ob wir in die richtige Richtung gehen, dass wir von Zeit zu Zeit darüber reflektieren und nachschauen und auch Mechanismen einbauen.
00:09:40: Gehen wir in Summe in die richtige Richtung auf unsere Vision zu? Geht es in die richtige Richtung oder ist es jetzt wieder an der Zeit nachzuadjustieren, die Richtung vielleicht etwas anders einzuschlagen? Ich bin da auch großer Fan davon vom Compound Effekt. Oder gibt es dieses Beispiel natürlich auch, dass sozusagen, wenn man ein Flugzeug in Frankfurt startet und wenn man den Winkel nur um ein Grad verändert, landet man nicht in New York, sondern in Los Angeles. Also allein wenn man am Anfang kleine Winkeleinstellungen macht oder immer wieder nach und nach verändert und über längeren Zeitraum das das Ganze umsetzt, hat man die Möglichkeit nachzuschauen, ob das Momentum, ob der Weg in die richtige Richtung geht oder nicht. Und daran sozusagen Ziele unter Anführungszeichen festzusetzen, finde ich definitiv sinnvoller, wie nur zu okay, das Umsatzziel von A bis Z, was auch immer, weil gewisse Dinge einfach aus unserer Sicht noch nicht skalierbar sind, noch nicht denkbar sind. Ich denke daran zum Beispiel jetzt, dass um ein ganz anderes Beispiel zu Ich habe eine jährige Tante, die eine der weisesten Frauen ist, die ich kenne und die mir ganz andere Geschichten erzählt, was zu ihrer Jugend möglich war und was nicht möglich war.
00:10:54: Und das sind unglaublich viele Dinge, die wir heute für selbstverständlich hernehmen, die damals einfach nicht möglich waren und nicht denkbar waren in diesem Ausmaß. Und das können wir uns, glaube ich, auch so vorstellen auf die nächste Zeit hin. Und ja, es wird Stapelkrisen geben und ja, es wird Herausforderungen geben. Doch die Frage, die sich für mich immer wieder stellt, hat es sie nicht immer gegeben?
00:11:15: Es hat sie immer gegeben. Ich glaube, der Unterschied jetzt ist für mich, dass wir wieder einmal behauptet nach der Erfindung des Buchdrucks an einer so großen Schwelle stehen. Die ist einfach nur größer. Die ist einfach größer. Wir können es wirklich nicht abschätzen und ich finde es sehr spannend. Ich finde es einfach herausfordernd. Und was meine Führungskräfte zum Beispiel sagen, was ganz interessant ist, ist, dass sie die KI zum Beispiel als Reflexionstool so stark nutzen.
00:11:51: Das kann ich nur unterstreichen. Also als Reflexionstool ist die KI definitiv etwas, was man sehr gut nutzen kann, weil es einen auch wunderbar spielt, was wir vorhin kurz auch besprochen haben. Man hat einfach die Möglichkeit, eine relativ neutrale Meinung von der anderen Seite zu haben und sozusagen einen anderen Blickwinkel drauf zu bekommen, um genau hinzuschauen, was wirklich da ist, um zu wissen, wo man steht und um eben auch nachzuschauen, ist dieses Momentum schon da in die richtige Richtung oder auch nicht.
00:12:23: Ja, und was sie noch tun. Also für sich selbst natürlich. Genau. Aber auf der anderen Seite, auch wenn es manchmal darum geht, Szenarien auszutesten, Also einfach mal zu fragen, Man stellt sich vor, du erweiterst jetzt dein Produktportfolio, du entwickelst etwas Neues. Viele entwickeln ja nicht nur etwas Neues im Rahmen ihrer Kerntätigkeit, sondern viele müssen ihr Geschäftsmodell konkret ganz radikal umstellen.
00:12:53: Korrekt.
00:12:54: Und das anders zu denken und zu oh, was könnte ich denn eigentlich tun? Was wäre in meinem Also sagt man, die Kompetenzen mal reinzuschmeißen? Und welche Möglichkeiten habe ich mit diesen Kompetenzen entweder als Firma oder als Unternehmen im Sinn von mehreren Leuten zusammen oder als EPU, finde ich eine ganz wichtige Geschichte. Und was sich für mich dabei dann noch als essentiell herausstellt, ist, das Narrativ dazu zu erstellen. Auch das kann man absolut mit der KI entwickeln, solange man die KI wirklich fordert. Also das ist schon etwas, Ich würde nie raten, am ersten Tag, wenn ich mit meinem direkten Bot arbeite, gleich darauf zu vertrauen, der muss mich kennenlernen. Also ich sage immer, sie bemühe mich umso, meine KI Assistentin weiblich zu haben, kriege aber von ihr sehr gute männliche Inputs, weil sie eben absolut männlichen Bias drinnen hab. Mag ich, weil es mir etwas gibt, das mir dann sonst allein fehlen würde, muss ich ehrlich sagen. Aber ich habe auch einen Partner, der natürlich ganz viel da an Gedankengut reinbringt, was ich jetzt toll finde. Aber es dafür zu nutzen, wie gesagt, das Skalieren auf der einen Seite mal abzuschätzen, was kann ich damit tun?
00:14:15: Was kann ich, was kann ich im Sinn von Wert tun? Und letzte Woche ist es mir passiert. Das fände ich jetzt ganz spannend, weil ich gesagt Ja, welches Produkt kann ich denn so raus? So raushauen ist von mir selber jetzt, dass es skalierbar ist, dass es fassbar ist. Und dann kam von der Na ja, du arbeitest mit Mehrwert und du arbeitest mit Reflexion. Das heißt, skalierbar in dem Sinn ist das nicht. Du musst es nur greifbar machen, dass du immer individuell arbeitest und dass du mit Menschen mit Fragen arbeitest und den Weg begleitest und das Ziel aber nie aus den Augen verlierst und das mit Leichtigkeit. Ich war richtig geehrt, muss ich ehrlich sagen, wenn ich mir gedacht habe, das ist genau das, was ich machen will. Aber das ist doch nicht skalieren im üblichen Sinn. Nein, ist es nicht. Und genau das ist das Außergewöhnliche an diesem Angebot auf der anderen Seite.
00:15:08: Ja, da bin ich voll und ganz bei dir. Einfach auch diese einfache Verfügbarkeit von dieser Reflexion, die man bekommt, diese Spiegel und natürlich auch dieses sozusagen diese Werbebotschaft im positiven Sinne auch in kurzer Zeit erstellen zu können und die Möglichkeit zu haben, auch eine POT oder einen Agent auf einen selber zu trainieren, damit er wirklich in der eigenen Art und Weise spricht. Oder auch ich habe in den letzten Wochen ein Buch geschrieben und habe Texte reingeworfen in die KI, wieder rausgenommen, wieder umgeschrieben, natürlich hin und her, ein Geben und Nehmen nenne ich das mal. Aber es ist eine wunderschöne Möglichkeit, um einfach auch mal nachzuschauen, wie funktioniert ein Text, wie funktioniert das Ganze? Oder auch wie du sagst, wenn man in fremde Felder geht, die man nicht kennt, weil man einfach auf ein unglaubliches Wissen zugreifen kann, das man sonst nie hätte. Und natürlich auch, was für uns als Frauen wahrscheinlich auch oft wichtig ist und vielleicht auch für Männer auf der anderen Seite, dass wir eine andere Perspektive bekommen, dass wir eben diesen männlichen Aspekt hineinbekommen, diesen analytischen Aspekt reinbekommen. Also ich bin großer Fan davon, über Visionen zu sprechen und viele Dinge reinzupacken und das Ganze bis zum Wissen gerade auch zu überladen und da einfach wieder Struktur reinzubringen, die für and auch greifbar ist und nicht nur für mich selber greifbar ist.
00:16:29: Und das ist auch oft, was ich von Führungskräften höre, die ja auch meist Pionierinnen sind und Pioniere sind, die große Visionen von dem haben, was sie umsetzen möchten oder wo sie mit der Firma hin möchten oder mit ihrem Team hin möchten. Doch wie schaffe ich es, das Ganze auf die Erde zu bringen? Wie bringe ich die PS sozusagen jetzt hier auf die Erde in diesem Moment, dass ich die Menschen ansprechen kann, die für mich wichtig sind, dass ich ihre Sprache spreche, dass ich mit ihnen spreche und nicht über sie spreche? Oder was denkst du darüber?
00:16:57: Ja, ja, ich nick wieder mal. Bei mir rattert es parallel, weil ich gerade was verstanden habe. Also ich bin ja, wie gesagt, ursprünglich Künstlerin, bin dann in die Wirtschaft gegangen als künstlerische Leitung und habe die Kulturprogramme auf Kreuzfahrtschiffen verantwortet. Und das war so spannend für mich, weil mir das, was ich dort gebraucht habe, nämlich logistisch sehr fit zu sein, rechtzeitig zu wissen, wann muss ich was abschicken, damit es auch sicher an Bord ist, wenn wir es gebraucht haben. Und der Weg war ja, wenn er kurz war, sechs Wochen und in der Regel aber drei bis fünf Monate. Und ich bin jetzt nicht ein Mensch, der im Juni an Weihnachten denkt, ist nicht meine natürliche. Aber Struktur in diese Dinge reinzubringen, hat mir gut getan. Also war etwas für mich, wo ich heute noch bin. Also wenn ich mit Kolleginnen jetzt Konferenzen Diese Woche haben wir eine Online Konferenz organisiert und ich Du machst das so einfach und ich merke immer, ich möchte es nicht täglich machen. Nur in Struktur denken zu müssen, das entspricht mir nicht. Aber es zwischendurch zu dürfen und damit anderen Sicherheit zu geben, empfinde ich total befreiend.
00:18:13: Da bin ich voll und ganz bei dir. Ich finde einfach, dass Struktur bis zu einem gewissen Grad auch Sicherheit gibt. Und wenn wir gewisse Rahmenbedingungen Strukturen schaffen, haben Menschen die Möglichkeit, sich darin wieder frei zu bewegen und sich darin zu entfalten, weil sie wissen, dass das rundherum abgedeckt ist bis zu einem gewissen. Sie können sich einfach darauf verlassen oder wir können uns darauf verlassen. Ich merke es auch bei mir selber oft, wenn es jetzt um Selbstmanagement geht oder um Self Leadership geht, einfach zu sagen, okay, wenn ich eine gewisse Struktur habe, wie ich meinen Tag aufbaue, wie ich sozusagen meine Woche aufbaue, gibt mir das Freiheit in anderen Bereichen, damit ich dort mich weiterentwickeln kann, damit ich dort was Neues entwickeln kann, wo ich nicht dran denken muss, dass jetzt das E Mail an XY abgeschickt ist oder was auch immer. Oder wie du das auf den Kreuzfahrtschiffen hattest, dass die Bestellung für Weihnachten schon erledigt worden ist. Wenn sie abgeschickt ist, wusstest du, okay, das kommt oder es kommt nicht. Und in der Zeit konntest du dich wieder auf das konzentrieren, was für dich wichtig war und was in dem Moment gerade angestanden ist.
00:19:12: Ich bin ja auch ein großer Fan von Timeboxing. Also ich weiß nicht, ob alle das Konzept kennen. Es bedeutet, dass man gewisse Stunden einfach für gewisse Dinge reserviert. Einfach Konzentration 100 Prozent auf das Projekt jetzt in diesem Moment und eine Stunde später konzentriere ich mich auf ein anderes Projekt, weil damit habe ich die Möglichkeit, auch voll und ganz da zu sein, präsent zu sein. Und wenn ich halt da bin und präsent bin, habe ich die Möglichkeit, leichter in den Flow zu kommen, effizienter, effektiver und tiefer zu arbeiten.
00:19:40: Vera Starker hat da gerade ganz tolle Studien drüber gemacht, Also die Dame, die Mut zur Zuversicht geschrieben hat mit ihrer Kollegin und einfach bitte Firmen, gebt den Menschen die Möglichkeit, konzentriert zu arbeiten. War auch das, was mich damals dort gerettet hat. Also ich hatte eine gute Einteilung, die meine Chefs gefreut hat und mich manchmal müde gemacht hat. Aber es war auch für mich toll. Ich hatte tagsüber im Büro mein Telefon immer auf jeden Fall drei Stunden auf Mailbox, habe dort Dinge abgearbeitet, die für mich wichtig waren im Sinne, ich wollte dort konzentriert arbeiten. Es waren lustigerweise manchmal Verträge tippen. Das war für mich die große Herausforderung. Und die künstlerische Arbeit habe ich am Abend gemacht. Die habe ich am Abend zu Hause gemacht, weil ich das im Büro mit so vielen Leuten und mit so viel Gewurdel auf Österreichisch, das war nicht meins. Also wir waren zuerst im Großraumbüro, dann zu dritt in einem zu kleinen Büro mit einem vierten Schreibtisch dabei. Das war mir alles zu unruhig, um da wirklich kreativ tätig sein zu können. Da gab es nicht mal ein Whiteboard oder so irgendwas, wo man darauf arbeiten hätte können. Und es war einfach eine spannende Zeit.
00:20:56: Wie gesagt, es war auch schon ein bisschen her, aber dieses Timeboxing war für mich eine ganz, ganz wichtige Geschichte. Finde ich immer noch eine der größten Führungsaufgaben.
00:21:09: Absolut.
00:21:09: Aber über das können wir uns ja das nächste Mal unterhalten. Was haltest du davon? Wir schauen uns nächstes Mal ein paar Führungstipps und Tricks an. Also Leadership und Führung, also Leadership im Sinn von selbst, Leadership, dann Führung, Leadership im Sinne von anderen führen, aber auch Management Tools, die Zeit für Leadership schaffen. Denn was man schon braucht, ist immer mehr Raum und Zeit für Leadership. Und das geht nicht, indem ich mir nur zehn Prozent der Zeit zu führen freihalte.
00:21:39: Es geht einfach darum, sich wirklich Zeit dafür zu schaffen, dass man wirklich Leadership neu anders denken kann, um das wieder in unsere Unternehmen reinzubringen, die für uns wichtig sind und richtig sind, um dadurch Neukulturen und Unternehmen zu erschaffen.
00:21:54: Und damit sagen wir für heute Tschüss. Wir freuen uns auf euch, Sakotnik und Flora. Ja, und wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann hilf uns doch beim Wachsen. Abonniere ihn und schick ihn an eine Person weiter. Wir haben nämlich großes vor. Du kannst uns mit vor Beiträgen, auch mit Workshops buchen und du kannst unserer Community of Practice beitreten bald hier auf diesem Kanal. Sapotnik und Flucher. Champagner für die Seele, Klarheit für den Kopf.
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